Die richtige Vorbereitung der Diplomarbeit
Recherche: Die Kunst der guten Datensammlung für eine Diplomarbeit besteht darin, nicht zu viel und auch nicht zu wenig Informationen zusammenzutragen. Deswegen ist das Internet mit seiner schier unerschöpflichen Flut von Daten gleichzeitig ein Segen und ein Fluch für den Diplomanden. Mit den richtigen Suchstrategien findet man heute die meisten Referenzen als Online-Ressource und das Wälzen von dicken Büchern und zeitraubende Bibliotheksbesuche sind nur noch für sehr exotische Themen notwendig. Dafür muss man allerdings erheblich mehr Arbeit aufwenden, um die relevanten Quellen von den unwichtigen zu trennen. Die meisten Suchmaschinen zeigen die am häufigsten gesuchten Referenzen gleich mehrfach an, während weniger bekannte Quellen gelegentlich erst sehr weit hinten in der Trefferliste zu finden sind, auch wenn sie für das Thema der Diplomarbeit vielleicht genauso relevant sind. Vor allem ist es nicht klug, gleich bei der Anfangsrecherche nach enzyklopädischer Vollständigkeit zu streben. Meistens kommt man erst beim Schreiben der Diplomarbeit darauf, welche Zusatzinformation noch hilfreich sein könnte oder welche Stelle unbedingt noch besser belegt werden muss. Auch das Thema sollte sorgsam gewählt werden - vor allem hinsichtlich der Möglichkeiten, Informationen zu sammeln. Online Games wie Kultan mögen beispielsweise unterhaltsam sein, sind für eine solche Arbeit allerdings eher ungeeignet.
Zusammenfassung: Für viele Diplomanden besteht der schwierigste Teil der Diplomarbeit darin, einen guten Anfang zu finden. Sind die ersten Absätze erst einmal fertig, dann fällt es den meisten nicht mehr schwer, mit dem Schreiben der Diplomarbeit fortzufahren. Hier hat sich die folgende Technik bewährt. Wenn man schon ein paar gute Idee oder besonders treffende Sätze im Kopf hat, sollte man sie ruhig gleich zu Beginn hinschreiben, auch wenn man noch nicht den ganzen Kontext vor Augen hat und noch nicht weis, an welcher Stelle die betreffende Formulierung am Ende stehen soll. Solche Fragmente dienen dann als Kristallisationskeime, um die man dann den kompletten Text nach und nach ergänzen kann. Danach bringt man die Textfragmente in die Reihenfolge, in der sie im finalen Text erscheinen sollen. Das so erstellte Gerüst der Diplomarbeit, kann man dann nach und nach mit den entsprechenden Fakten und Belegen untermauern und ergänzen.
Abschluss: Erfahrene Schreiber empfehlen übrigens, nicht nur die Zusammenfassung, sondern auch die Einleitung der Diplomarbeit zuletzt zu schreiben, obwohl dies auf den ersten Blick paradox erscheint. Oft bekommt man nach der Durchsicht des gesammelten Datenmaterials und der intensiven Besprechung einen besseren Überblick und kann den Gesamtzusammenhang der Arbeit noch besser und treffender herausarbeiten.